Anwendung von Stutenmilch
Stutenmilch ist im Sinne des Gesetzes kein Heilmittel sondern ein Lebensmittel. Daher darf keine „gesundheitsbezogene Werbung“ gemacht werden. Zum Glück ist die positive Wirkung der Stutenmilch bei betroffenen Personen längst bekannt.
Stutenmilch hat keine bekannten Nebenwirkungen. Sie kann problemlos bei Neurodermitis, Schuppenflechte, Stoffwechselstörungen, zur Stärkung des Immunsystems, zur Säuglingsernährung und zur Krebsnachsorge eingesetzt werden.
Damit die Stutenmilch auch wirken kann, sollte sie mindestens 6 Wochen als Trinkkur genommen werden. Weitere Informationen gibt es in folgenden Büchern.
Stutenmilch bei Kuhmilchallergie
Viele Säuglinge vertragen keine Kuhmilch, da diese einen hohen Fett- und Kaseingehalt hat. Auch das Eiweiß der Kuhmilch kann Allergien hervorrufen. Stutenmilch wird in den meisten Fällen besser vertragen, da die Zusammensetzung der menschlichen Muttermilch sehr ähnlich ist. Bei ca. der Hälfte der Kinder, die als Säuglinge unter Kuhmilchallergie leiden, vergeht die Allergie innerhalb von 4 Jahren.
Stutenmilch gilt als idealer Ersatz für Kuhmilch. Viele Fachleute empfehlen sie bei der Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern, da sie genauso wie die menschliche Milch eine Albumin-Globulin-Milch ist. Sie hat einen hohen Anteil an Molkeproteinen und einen sehr hohen Anteil an ungesättigten essentiellen Fettsäuren. Der Anteil an Laktose ist sehr hoch, Kasein ist eher gering. Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist in etwa derselbe wie in Frauenmilch. Der Fettgehalt ist sehr niedrig, der Anteil an Lecithin und verschiedener wichtiger Enzyme ist hoch.
Stutenmilch als Säuglingsernährung
Da die Stutenmilch im Nährstoffgehalt der Frauenmilch ähnlich ist, bietet sie dem Säugling einen hohen Infektionsschutz und stärkt aufgrund der natürlichen Immunstoffe seine Abwehrkräfte. Außerdem kann man sie verwenden, ohne dass sie vorher technisch aufgearbeitet wird.
In der ersten Woche kann Stutenmilch ohne Zusätze gegeben werden, dann sollte ein hochwertiges Pflanzenöl (Sonnenblume, Distel) einschleichend beigemischt werden. ( In den ersten Tagen 1%, dann 2.5%. Ab dem 4. Monat, wenn die Säuglinge nicht genügend satt werden, können 2%-3% Reisschleim beigefügt werden.)
Stutenmilch kann auch als Grundlage für Breikost dienen.
Stutenmilch bei Neurodermitis
Wissenschaftler der Universität Jena testeten die Stutenmilchtrinkkur als neue Behandlungsoption bei Neurodermitis.
Stutenmilch wird im asiatischen Raum seit Jahrhunderten bei entzündlichen Erkrankungen verwendet. Heute ist bekannt, dass die Milch antibakterielle, entzündungshemmende und das Immunsystem aktivierende Inhaltsstoffe enthält. Aufgrund dieser Eigenschaften wurde erstmals eine klinische Studie für die Wirkung der Stutenmilch als therapieunterstützendes, diätisches Lebensmittel bei Neurodermitis, einer entzündlichen Hauterkrankung, erstellt. Das von BMBF-gefördertem Projekt wurde am Institut für Ernährungswissenschaften in Zusammenarbeit mit der Klinik für Dermatologie und dermatologische Allergologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena durchgeführt.
23 an Neurodermitis erkrankte Personen tranken über 4 Monate lang täglich je 250ml Stutenmilch und ebenso lange eine Vergleichsmilch. In regelmäßigem Abstand (4 Wochen) wurde das Hautbild der Patienten an Hand eines anerkannten Scores (SCORAD) dermatologisch untersucht. Die Patienten beurteilten auch ihre subjektive Empfindung hinsichtlich des Juckreizes und der Schlafstörungen, die durch die Hauterkrankung verursacht wurden.
Der Schweregrad der Neurodermitis nahm bei Stutenmilcheinnahme ab, nach 12 Wochen statisch gesichert, nach 16 Wochen tendenziell, während in der Vergleichsmilchphase keine Veränderungen eintraten. Bei einem Drittel der Neurodermitiserkrankten besserte sich der Schweregrad nach Stutenmilcheinnahme um 30%. Da Stutenmilch ein Lebensmittel ist, kann dieses Ergebnis als sehr positiv gewertet werden. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass nicht alle Patienten von der Stutenmilch profitierten, wie auch nicht alle Menschen auf Medikamente gleich ansprechen. Um diese ersten Ergebnisse von dem positiven Einfluss der Stutenmilch bei Neurodermitis zu untermauern, die Wirkmechanismen zu identifizieren und die Gruppe von Patienten genauer zu definieren, die von der Trinkkur profitieren, sind weitere Studien und eine intensivere Auswertung der bereits gewonnenen Daten notwendig.
Projektleiter: PD Dr. R. Schubert, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Ernährungswissenschaften, Lehrstuhl für Ernährungsphysiologie
Ärztlicher Leiter: OA Dr. M. Kaatz, Klinik für Dermatologie und dermatologische Allergologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Stutenmilch bei Magen- Darmerkrankungen
Die in der Stutenmilch vorhandenen Vitamine, Mineralstoffe und Laktose fördern die Selbstheilung und bilden, bzw. regulieren die Darmflora. Dies fördert die Verdauungs- und Resorptionsfähigkeit im Darm. Der hohe Milchzuckergehalt fördert die Regulierung der Bakterienflora im Darm und die Darmgärung. Zu der wissenschaftlich nachgewiesenen antibiotischen Wirkung der Stutenmilch kommt ein hoher Anteil an Immunstoffen. Beides zusammen kann selbst langwierige, entzündliche Prozesse und Geschwüre im Magen- Darmbereich ausheilen.